Chronik 1868 - 2012: (Aus der Geschichte der FF Wiggensbach)

Am 1.Juli 1868 gründeten „laut jedem seiner eigenen Handunterschrift“ 76 Mitglieder den Feuer-
wehrverein Wiggensbach. Den letzten Anstoß gab ein Großbrand im Anwesen Hiemer in Wiggensbach, bei dem zwei Kinder den Flammentod fanden. Fast genau einhundert Jahre später brach im gleichen Gebäude ein Werkstattbrand aus, den die Feuerwehr durch schnelles Eingreifen erfolgreich bekämpfen konnte.

Die Protokollführer und Mitglieder geben dem Leser ein lebendiges Bild von der steten Einsatzbereit-
schaft der Wehrmänner. Sie berichten aber auch, wie der Feuerwehrverein durch alle Jahrzehnte das gesellige Leben der Gemeinde bereichert hat.

Um eine Feuerwehr aufzubauen und schlagkräftig zu erhalten, waren schon in der so genannten „guten alten Zeit“ auch große materielle Opfer notwendig. So kaufte der Verein 1869, ein Jahr nach der Gründung, eine neue Saug- und Druckpumpe zum Preis von 2.500,-- Mark, eine beträchtliche Summe, wenn man bedenkt, da 1 Liter Milch keine 10 Pfennige galt und die Stundenlöhnen bei 35 Pfennig lagen.

Im Jahre 1884 wurde die erste Vereinsfahne geweiht.

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Die herausragende Persönlichkeit der Wiggensbacher Wehr war in den ersten Jahrzehnten der Feuer-wehrhauptmann Max Müller. Er leitete den 220 Mann starken Verein fast 25 Jahre lang. Im Protokoll von 1908 heißt es: „Zu einem traurigen Akt kann die Feuerwehr am 19. Juli zusammen, nämlich zur Beerdigung ihres Kommandanten Max Müller. Bei seiner letztwilligen Verfügung bedachte er die Feuer-wehr mit einem Legat von 1.400,-- Mark, wofür die Feuerwehr jetzt und immer ihm gewiss ein dank-bares Andenken bewahrt.“ Die Inflation verschlang diese Schenkung, jedoch die Gemeinde wertete den verlorenen Betrag durch einen Zuschuss auf.

Von 1890 an, über die schweren Kriegsjahre hinweg, führte Xaver Jäger aus Hofs das Kommando. Wenn man liest, dass zur damaligen Zeit bei größeren Bränden oft über 200 Feuerwehrleute im Einsatz waren, kann man die organi-
satorische Aufgabe eines Kommandanten erst richtig einschätzen. Wenige Wochen nach Kriegsausbruch waren schon 60 Mitglieder „dem Rufe des obersten Kriegsherrn folgend ins Feld der Ehre gezogen“. Aus der Vereinskasse wurden „Liebesgaben“ beschafft und an die Kameraden gesandt.

1917 war der Mangel an jungen Männern so groß, dass alle 16- bis 60jährigen zur aktiven Mitglied-
schaft in der Feuerwehr aufgerufen wurden.

Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Wehr. Der erkrankte Kommandant Jäger hatte 1920 sein Amt an Leopold Hörmann, Emmenried, übergeben.

Im Jahre 1924 entstand in Anlehnung an den Feuerwehrverein der sogenannte Hilfsfond für Brandge-
schädigte. 180 Bürger hatten sich zur Gründungsversammlung dieser örtlichen Selbsthilfeeinrichtung eingefunden. Schon drei Wochen nach der Gründung brannte das Haus eines Mitgliedes nieder. Der Hilfsfond griff dem Geschädigten mit 2.000,-- Mark unter die Arme, obwohl dieser erst 12,-- Mark einbezahlt hatte. Bis in die heutige Zeit hat sich der Hilfsfond immer wieder zur Linderung der ersten Not bewährt.

Bei der Generalversammlung 1927 wurde über die Beschaffung einer Motorspritze diskutiert. Aber der langjährige Protokollführer Florian Kast musste mit dem resignierenden Satz schließen: „Infolge der vorgerückten Zeit war ein diesbezüglicher Standpunkt seitens der Versammlung nicht mehr wahrzu-
nehmen.“

Die Weltwirtschaftskrise hatte auch in Wiggensbach Sorge und Unsicherheit ausgelöst. 1923 ließ man sogar den traditionellen Faschingsball ausfallen, „denn der Tiefstand unserer Milchwirtschaft ist auch den Jungmännern der Feuerwehr klar geworden“.

Ab 1936 spricht das Protokollführer nicht mehr von einer „Generalversammlung“ sondern von einem „Dienstappell“. Das „Winterhilfswerk“ erhält Beträge aus der Vereinskasse und der „Kampf dem Verderb“ wird mittels Heustockthermometer eröffnet.

Man fordert die Ausbildung von älteren Leuten und auch von Frauen an der Motorspritze, weil das im Kriegsfalle eine Notwendigkeit sei. Beim „Dienstappell“ im Januar 1940 mussten sich die Feuerwehr-
kameraden erstmals zur Gefallenenehrung von den Plätzen erheben. Für den Einsatz bei zwei Bränden wurde „den zur Bedienung der Motorspritze zugezogenen Mädels der Dank ausgesprochen“.

Da die Glocken abgeliefert worden waren, musste der Feuerwehralarm im wesentlichen mit Blas-
instrumenten gegeben werden. Die Bekämpfung von Brand- und Phosphorbomben wurde ins Übungs-
programm mit aufgenommen. Im April 1944 trat dann der Ernstfall ein. Ein Löschzug wurde nach München beordert, wo er 50 Stunden lang bis zur Erschöpfung im Einsatz war. Nach einem weiteren schweren Luftangriff auf München musste die Wehr abermals in die brennende Stadt.

Mehrere Verletze gab es bei einem Einsatz im Kürnacher Wald, wo ein amerikanisches Bomben-
flugzeug explodierte. Endlich ging der schreckliche Krieg zu Ende, der auch in die Reihen der Feuerwehr schmerzliche Lücken gerissen hatte.

1950 nahm der Kommandant Leopold Hörmann den Abschied, nachdem er die Wehr 30 Jahre lang durch eine schicksalschwere Zeit geführt hatte. Für seine außergewöhnlichen Verdienste ernannte ihn die Versammlung zum Ehren-kommandanten.

Für das nächste Jahrzehnt übernahm Ludwig Mayer das Kommando. In seiner Ära wurde der Aus-
rüstungsstand der Feuerwehr Stück um Stück verbessert. 1955 kauft die Gemeinde Wiggensbach das erste neue Löschfahrzeug, den Opel Blitz.

1960 musste Ludwig Mayer, der inzwischen zum Brandmeister ernannt worden war, aus gesund-
heitlichen Gründen zurücktreten. In Anbetracht seiner hohen Verdienste wurde im der Titel Ehren-
kommandant verliehen.

Für die nächsten sieben Jahre stand Franz Engstler an der Spitze der Wehr. Um die Schlagkraft durch wettkämpferische Anreize zu erhöhen, wurden viele Übungen zum Erwerb von Leistungsabzeichen durchgeführt.

Im Jahre 1967 wählte die Versammlung Georg Mayr zum Kommandanten und Sebastian Zeller zu seinem Stellvertreter.

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In der Zeit von 1967 bis 1968 traten im nordwestlichen Gemeindegebiet innerhalb eines Jahres fünf Großbrände in landwirtschaftlichen Anwesen auf. Der erste Brand war in Ursulers im Gemeinedegebiet Altusried, der zweite bei der Familie Dieng in Schreiers, Gemeinde Kimratshofen, dann
das Anwesen Graf in Millers (heute Familie Schneider), der vierte Brand war das Anwesen Mayer (Hausnahme Homanner) und am 6. März 1968 wurde der Bauernhof der Familie Haggen-
müller in Schwarzachen (Hausnahme Mohrer) ein Opfer der Flammen. Bei keinem der Brände konnte die Brandursache geklärt werden.

1969 zog die freiwillige Feuerwehr in das neue Gerätehaus im Bauhof um. Die damals moderne Garage mit Trockenturm und Waschanlage war ein lang gehegter Wunsch der Feuerwehr gewesen.

Das Jubeljahr 1972 war ein besonderer Meilenstein in der ereignisreichen Geschichte der Wiggens-
bacher Wehr, denn sie konnte zu ihrem 100. Geburtstag ein nagelneues Tanklöschfahrzeug in Empfang nehmen. Damit wurde der schwere Atemschutz in Wiggensbach eingeführt. Mit dem neuen Fahrzeug wurde auch die neue Vereinsfahne mit kirchlicher Weihe übergeben. Am Festzug nahmen 39 Feuerwehren, 8 Musikkappellen und 8 Festwagen der örtlichen Vereine teil.

Am 01.08.1972 ernannte das Landesamt im Zuge der Gebietsreform die FF Wiggensbach zur Stütz-
punktfeuerwehr. Kommandant Georg Mayr wurde zum Kreisbrandmeister (KBM) ernannt.

Im Jahr 1973 fand verspätet ein Kameradschaftsabend anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes in Anwesenheit vieler Ehrengäste statt. Der Einbau des Funkgerätes Fug7b ins TLF16 verbesserte die Einsatzleitung der Wehr. KBM Mayr erhielt den Schiedsrichterausweis zur Abnahme von Feuerwehr-
Leistungsprüfungen.

1974 wurde ein Heuwehrgerät angeschafft, das im selben Jahr gleich viermal zum Einsatz kam und gleichzeitig größeren Schaden abwandte. Vier neue Handfunksprechgeräte verbesserten die Einsatz-
stärke der Wehr.

1975 war in der Geschichte der Wiggensbacher Wehr ein Großeinsatzjahr. Am 12. Juni hatte ein schweres Unwetter in kürzester Zeit , Wohnungen, Lagerhallen, Werkstätten und Keller überflutet. Die Bäche Kolbenbach und Rohrach wurden fast zu reißenden Flüssen mit Treibgut aller Art. Selbst große Teerstücke wurden aus den Straßen gerissen. Das Treibgut hat alle Bachver-rohrungen zugeschwemmt und teilweise Brücken weggerissen. Hochwasser in Wiggensbach, bis dato hier nicht vorstellbar, war Neuland für die Feuerwehr. Über 40 Schadensfälle gingen innerhalb kürzester Zeit ein. Bürgermeister Reutemann und Kommandant Mayr standen kurz vor Auslösung eines Kata-
strophenalarms. Bis über Mitternacht hinaus wurde mit allen verfügbaren Einsatzkräften und Pumpen bis zur Erschöpfung gearbeitet. Sechs Feuerwehren waren im Einsatz. Die Aufräumarbeiten beanspruchten die Wehr die darauf folgenden drei Tage.

Am 26. Juni um 14.20 Uhr trat erneut ein Hochwasser auf. Die Aufräumarbeiten vom 12. Juni waren noch voll im Gange, als das Unwetter mit gleicher Mächtigkeit wie 10 Tagen zuvor über Wiggensbach hereinbrach. Die Gegend entlang der Rohrach sah wie eine einzige Wasserwüste aus.

Die Dienstleistungsstunden der Wehr, umgelegt auf eine 40 Stunden-Woche, ergeben eine 2 Personen-Jahresvollbeschäftigung.

1976 war im Gegensatz zum Jahr 1975 ruhig. Es gab Waldbrandeinsätze und eine Verletztenbergung nach einem schweren Silounglück. Durch den Wechsel des Bürgermeisters war auch der erste Vor-
stand neu zu besetzten. Gebhard Kaiser löste Hans Reutemann ab. Der Gemeinderat Wiggensbach führte die Feuerschutzabgabe ein.

1977 waren in Wiggensbach zwei Großbrände. Das Hofut Kürnach und der Wohnhausteil des landwirtschaftlichen Anwesens der Familie Spöttle in Wegscheidel brannten ab.

1978 war für die Wehr sehr ereignisreich. Das Feuerwehrfahrzeug LF8 wurde mit kirchlicher Weihe der Wehr übergeben. Der 1955 gekaufte Opel Blitz ging an die Feuerwehr Ermengerst. Diese hat den „Blitz“ zwischenzeitlich außer Dienst genommen und bewahrt ihn als Oldtimer auf.

Die Funksirenenalarmierung hielt Einzug. Einige Wehrmitglieder gingen zu Lehrgängen an die Feuerwehrschule nach Würzburg. In diesem Jahr zeigt sich erstmals, dass sich die Einsatzart der Wehr gewandelt hat. Früher gehörten hauptsächlich Brandeinsätze zu den Aufgaben der Wehr. Seit Erhebung der FF Wiggensbach zur Stützpunktfeuerwehr stieg die Anzahl der technischen Hilfe-
leistungen stetig. Im Berichtsjahr überstiegen erstmals die technischen Hilfeleistungen die Brand-
einsätze. Kommandant Georg Mayr wurde Kreisbrandinspektor (KBI) im Landkreis Oberallgäu, Abschnitt Nord.

Das Jahr 1979 war wieder mehr von Brandeinsätzen geprägt. Am 23.10. stürzte ein Flugzeug am „Dürren Bichl“ ab: Einsatz in unwegsamen Gelände mit Bergung von 2 Toten. Am 25.10. brannte es erneut im Hofgut Kürnach. Mit den Wehren aus Ermengerst und Buchenberg wurden die gefährlichen Flammen im Nebengebäude rasch unter Kontrolle gebracht, womit ein Millionenschaden am Haupt-
gebäude abgewendet werden konnte. Am 19.11. brannte es im Sägewerk in Masers. Als erste Wehr im Altlandkreis legte eine Gruppe der Wiggensbacher Wehr die Leistungsprüfung der Stufe III/5 (Rot Gold) ab.

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1980 wurde die FF Bachtels als Löschgruppe der FF Wiggensbach angegliedert.

Brände in landwirtschaftlichen Anwesen, Hochwasser im Hofgut Kürnach und der Umbau des Feuerwehrgerätehauses mit dem Einbau eines Schlauchwaschtroges in Eigenleistung ließ die Wehrmänner auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken.

Erstmals wurde eine Handfeuerlöscher-Sammelüberprüfung durchgeführt.

Nachwuchs ist auch bei der Feuerwehr erforderlich. 1981 legte die damalige Jugendgruppe die Leistungsprüfung ab. Am 27. November fand ein Kameradschaftsabend zur Ehrung verdienter Mitglieder statt. Erstmals hielt die Wehr eine Übung für die gesamte Bevölkerung ab. Der Umgang mit Handfeuerlöschern konnte hautnah von jedermann selber erprobt werden.

1982 brachte eine Änderung in der Besetzung des Kommandanten. Am 28. Februar fand die alljährliche Generalversammlung, wie üblich am ersten Wochenende nach Fasching statt. Neuwahlen der Kommandanten standen an. Die Kommandanten Georg Mayr und Sebastian Zeller stellten sich nach 15jähriger Kommandandtenzeit aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Georg Mayr war jedoch weiterhin als KBI tätig. Neuer Kommandant wurde Anton Grotz, stellvertretender Kommandant Siegfried Waldner. An Kommandant und KBI Georg Mayr wurde durch den Regierungspräsidenten in Augsburg das Steckkreuz verliehen.

1983 war geprägt von vielen Veranstaltungen anlässlich der 800 Jahr-Feier der Marktgemeinde Wiggensbach. Die Feuerwehr gestaltete beim Umzug einen Festwagen und übernahm den Absperr- und Parkplatzdienst während der Festlichkeiten.

1984 führte die Feuerwehr erstmals das Dorffest in Verbindung mit der Rathauseinweihung durch.

In den Jahren 1985 bis 1987 musste die Wehr nur zu kleinen Brandeinsätzen ausrücken.

1986 legte der Schriftführer Georg Hartmann aufgrund seines Wegzuges aus Wiggensbach sein Amt nieder. Christian Oberhaus wurde durch die Versammlung zu seinem Nachfolger ernannt.

Wegen zahlreicher gleichzeitiger Heustockerhitzungen war 1987 die Anschaffung eines zweiten Heuwehrgerätes notwendig. Das Hilfswerk für Brandgeschädigte finanzierte es für die Feuerwehr.

Bei der Generalversammlung am 06.03.1987 wurde die Mustersatzung zur Gründung eines Feuerwehrvereins durch die Versammlung angenommen. Am 31.12. trat die Satzung in Kraft, die die Feuerwehr als Wehr und Verein trennt. Feuerwehrvorstand Gebhard Kaiser legte aufgrund seines Wahlerfolges und der daraus resultierenden Mitgliedschaft im bayerischen Landtag sein Feuerwehrvorstandsamt nieder. Gebhard Kaiser war während seiner Bürgermeisterzeit 11 Jahre lang Vorstand. Neubürgermeister Heribert Guggenmos stellte sich der Versammlung vor.

1988 fanden Neuwahlen der Kommandanten und der Vorstandschaft statt. Kommandant Anton Grotz und sein Stellvertreter Siegfried Waldner wurden in ihren Ämtern bestätigt. Gleichzeitig wählte sie die Versammlung zum ersten und zweiten Vorstand. Willi Mayer, der langjährige Gerätewart und Maschinist schied aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst aus. Zu seinem Nachfolger wurde Konrad Mayr benannt. Hans Walser hatte 26 Jahre das Amt des Kassenwarts inne. Er stellte sich nicht mehr zur Wahl, sein Nachfolger wurde Guido Zeller.

Im April fand ein Kameradschaftsabend zur Ehrung der verdienten Mitglieder statt. Willi Mayer erhielt die goldene Feuerwehr-Ehrennadel, KBI Georg Mayr wurde zum Ehrenkommandanten ernannt.

Zur Beschleunigung der Alarmierung kauft die Gemeinde auf Anraten der Feuerwehr 15 Funkmeldeempfänger.

Die Feuerwehr führte zum zweitenmal als Hauptveranstalter das Dorffest durch.

Im Jahre 1990 schaffte der Gemeinderat wegen Verwaltungsvereinfachung die Feuerschutzabgabe ab.

Am 27. Februar wütete über ganz Südbayern der verheerenden Sturm „Wiebke“, der zahlreiche Dächer abdeckte und ganze Wälder knickte oder entwurzelte. Die Wiggensbacher Wehr kam mit wenigen Einsatzstunden glimpflich davon.

1991 musste die Wehr zum dritten Mal nach 1989 die Keller im Hofgut Kürnach leerpumpen.

1992 war ein niederschlagsarmes Jahr mit einem ausgesprochenen schönen Sommer und trotzdem wurde die Feuerwehr mehr zu „Wasserwehr“. Fünf Wassereinsätzen, wegen Überflutung und auch Wassermangel, standen zwei technische Hilfeleistungen und ein Allroundeinsatz gegenüber.

Seit 1985 wurde die Gemeinde Wiggensbach von Großbränden verschont. Im Berichtsjahr 1993 traten innerhalb kurzer Zeit zwei Großbrände in landwirtschaftlichen Anwesen auf. In der Gaststätte in Seibothen musste die Wehr zum zweiten Mal seit 1982 anrücken. Diesmal wurde, vermutlich durch das Werk eines Brandstifters, das gesamte Obergeschoss vernichtet.

Die Feuerwehr trat 1993 in den bayrischen Feuerwehrverband ein.

Im April 1994 fegt ein Schneesturm über das Allgäu. Durch den extrem schweren Schnee und einem anschließenden Temperatursturz vereisten die Freileitungsseile für die Stromversorgung. Durch die immense Schneelast knicken, brechen oder fallen Strommasten um und legen die Stromversorgung in weiten Teilen des Gemeinedegebiets lahm.

Die Neubeschaffung eines Tanklöschfahrzeugs wird ins Auge gefasst. Es werden Fahrzeuge besichtigt, Bestückungslisten aufgestellt und Angebote verglichen.

Der Brand eines Stadels am Blenderweg konnte durch frühzeitige Entdeckung mit einem Pulverlöscher bekämpft werden und die Feuerwehr brauchte nur noch abzulöschen. Ein Brand im Zentrum von Wiggensbach könnte sich schnell zu einem Großbrand ausweiten. Wieder einmal war ein Brandstifter am Werk.

In diesem Jahr waren es insgesamt 7 Brandeinsätze, dies ist die bisher höchste Zahl an Lösch-
Einsätzen.

Auch 1995 war gekennzeichnet von zahlreichen Brandeinsätzen. Im April brennt eine Anbindehalle in Oberkürnach total ab. Im gleichen Monat brennt ein Ferienhaus in Hitzlo. Im August wird ein Bauernhof ein Raub der Flammen. Durch das Fehlen einer Brandmauer wird auch das Wohnhaus in Mitleiden-schaft gezogen.

Der Zuschlag für die Lieferung eines neuen Tanklöschfahrzeugs fällt auf die Firma Ziegler in Giengen. Es werden Konstruktionsgespräche wegen des Beladeplans geführt.

Die Einsatzalarmierung wird künftig nicht mehr von der Polizei durchgeführt, sondern von der Einsatzzentrale in Kempten.

Die Notwendigkeit eines neuen Gerätehauses wird auf der Generalversammlung nochmals betont. Die räumliche Enge und die Parkplatz-problematik am Kapitel machen einen Neubau notwendig.

1996 wird zum ersten Mal die Truppmannausbildung mit 16 Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr Wiggensbach durchgeführt. Im Mai wird das neue Tanklöschfahrzeug von der Firma Ziegeler abgeholt und zum Funkeinbau nach Memmingen gefahren.

Das neue TLF wird im Juli im Rahmen des Dorffestes im Schulhof feierlich eingeweiht und durch Pfarrer Lappat gesegnet.

Als möglichen Standort für das neue Gerätehaus wird das Gelände an der Umgehungsstrasse besichtigt.

Wieder einmal steht im März 1998 ein Bauernhof in Flammen. Bei Eintreffen der Wehren steht das Gebäude bereits im Vollbrand und brennt bis auf die Grundmauern nieder. Selbst die Unterstützung der Wehren aus Ermengerst, Buchenberg, Hohenrad und St. Lorenz können dies nicht verhindern.

Dieses Jahr musste die FFW 3mal ausrücken um Ölspuren zu beseitigen. 2 davon verursacht durch Autounfälle.

Im gleiche Jahr beginnen die Erschließungsarbeiten für das neue Gerätehaus. Nach kontroversen Diskussionen hat man sich schließlich auf den Standort an der Umgehungsstraße geeinigt. Die Rohbauarbeiten schritten während des regenreichen Herbstes termingerecht voran und am 08.10.1998 konnte die Gemeinde den Gemeinderat, die beteiligten Firmen und den Ausschuß der Feuerwehr zum Richtfest einladen.

Viele verschiedene Technische Hilfeleistungen und 3 Fehlalarme einer Brandmeldeanlage einer ortsansässigen Firma prägten das Jahr 1999.

Am 01.09.1999 war es soweit: Das neue Gerätehaus wird eingeweiht. Die befreundeten Wehren von Pflach, Hattstatt und Martinstal waren eingeladen.

Eine regelmäßige und gründliche Ausbildung ist die Grundlage einer schlagkräftigen Feuerwehr. Auch dieses Jahr legten 15 Mann die Leistungs-prüfung mit Erfolg ab.

2000 stehen wieder Wahlen für die Kommandanten und die Vorstandschaft an.

Für den 1. Kommandanten wird Anton Grotz vorgeschlagen, der bei 49 Wahl-berechtigten mit 48 Stimmen und einer Erhaltung gewählt wird.

Nachdem der bisherige Stellvertretender Siegfried Waldner nicht mehr für das Amt das 2. Kommandanten zur Verfügung steht, wird Konrad Müller vorge-schlagen, der ebenso eindeutig mit 48 JA-Stimmen bei einer Enthaltung gewählt wird.

Siegfried Waldner wird für seine 18 Jahre Tätigkeit bei der Feuerwehr der Dank ausgesprochen und ein Florian aus Holz, geschnitzt von Günther Fritsch, überreicht.

Die Fehlalarmierungen einer Brandmeldeanlage summieren sich in diesem Jahr auf 8 Mal. Die Firma verspricht die Fehlfunktionen in den Griff zu bekommen.

Der Schwerpunkt im Jahr 2001 liegt wieder einmal auf technische Hilfe-leistungen wie Kellerüberflutungen, Ölspuren und Absperrdienste.

Bei Einsätzen und Übungen müssen sehr oft Privat-Pkw eingesetzt werden. Deshalb wird die Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) angeregt.

Auch in dem Jahr 2002 überwiegen die technischen Hilfeleistungen. Auf Sicherheitswachten und Absperrdiensten werden viele ehrenamtliche Stunden geleistet. Durch intensive Schneefälle hat sich die Schneelast auf vielen Dächern erhöht. Bei zwei ortsansässigen Firmen wurde das Dach durch die Feuerwehr abgeschaufelt, da befürchtet wurde, dass die Last zu groß wird.

Auf der Generalversammlung 2003 betont Kommandant Grotz nochmal die Notwendigkeit eines Mehrzweckfahrzeugs.

Mehrere kleine Brände, die entweder gleich gelöscht werden konnten oder bei Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht waren, ließen die Mitglieder in diesem Jahr ausrücken.

Der Brand eines Car-Ports in der Elsässerstrasse im Jahr 2004 stellte sich als technischer Defekt des darin geparkten KFZ dar.

Ein abgestellter PKW im Steinrüssel fängt in der Tiefgarage an aus dem Motorraum an zu rauchen. Die Fahrerin fuhr den PKW geistesgegenwärtig ins Freie, so dass der Motorbrand schnell in den Griff zu kriegen war.

Der Brand eines Holzstapels im Xaver-Knoll-Weg ist wieder einmal die Tat eines Brandstifters.

Am 01.07.2004 wird stellvertretender Kommandant Konrad Müller zum Kreisbrandmeister für den Inspektionsbereich Nord des Landkreises Oberallgäu ernannt.

Die Beschaffung und Genehmigung des Mehrzweckfahrzeugs macht Probleme. Insbesondere macht derzeit die Beschaffung Probleme, da der Hersteller den Auslieferungstermin verschiedentlich verschoben und zuletzt den Kaufvertrag sogar storniert hat.

Durch einen Zimmerbrand im Jahr 2005 im Gasthaus Kapitel wird durch die starke Rauchentwicklung auch der Saal und die anliegenden Zimmer in Mit-leidenschaft gezogen und verursacht einen beträchtlichen Schaden. Es war wieder das Werk eines Brandstifters.

Starke Regenfälle im gesamten Allgäu führen zu einer angespannten Hochwassersituation. Am 23.08.2005 um 11.00 Uhr ist es soweit. Die Wehr wird nach Sonthofen zum Hochwassereinsatz gerufen. 17 Mann füllen Sandsäcke und pumpen ein Firmengebäude bis um 22.00 Uhr aus.

Endlich kann das Mehrzweckfahrzeug am 07.Januar 2005 durch die Wehr abgeholt werden. Der Ausbau des Fahrzeugs wird durch Pankraz Heel und Ludwig Ruppaner ausgeführt. Hierfür fallen über 40 Stunden Arbeitszeit an.

Das Fahrzeug wird am 17. April eingeweiht.

Alle 6 Jahre wird die Kommandantschaft und die Vorstandschaft neu gewählt. 2006 sind 58 aktive Mitglieder an der Wahl anwesend. Der bisherige Kommandant und Vorstand Anton Grotz steht nach 24 Jahren nicht mehr zur Verfügung. Zur Wahl des Kommandanten wird Konrad Müller vorgeschlagen, der einstimmig mit einer Enthaltung gewählt wird. Als stellvertretender Kommandant wird Thomas Zeller vorgeschlagen, der ebenfalls bei einer Enthaltung gewählt wird. Als Vorstand des Feuerwehrvereines wird Guido Zeller und als stellvertretender Vorstand wird Stefan Hof gewählt. Nachfolger von Guido Zeller als Kassier wird Michael Waldner.

Toni Grotz hat in seiner Zeit als Kommandant viele Verdienste um die Wiggensbacher Wehr erworben. In seine Dienstzeit fielen viele richtungsweisende Entscheidungen, von der Ersatzbeschaffung des TLF bis hin zum Gerätehaus. Besonders beim Bau des Gerätehauses hat er durch zahllose Arbeitsstunden zum Gelingen beigetragen. Dass die Wiggensbacher Wehr ausbildungs- und ausrüstungstechnisch gut gerüstet ist, verdankt sie zum erheblichen Teil dem Engagement ihres Kommandanten. Als Dank für den jahrelangen unermüdlichen Einsatz wurde Toni Grotz anlässlich eines Kameradschaftsabends zum Ehrenkommandanten ernannt.
Von dem Kreisfeuerwehrverband Oberallgäu erhält Toni Grotz als Anerkennung für seine Verdienste um die Feuerwehr das Ehrenkreuz in Silber.

Bürgermeister Guggenmos bedankt sich bei Vorstandschaft für das geleistete Engagement. Sein besonderer Dank gilt Toni Grotz, der alle Belange der Feuerwehr unaufgeregt und mit Bedacht erledigte.

Im April brennt ein Gebäude in Westenried. Bei Eintreffen der Feuerwehr besteht bereits ein Vollbrand, es ist nur ein kontrollierter Abbrand möglich.

Im Juli Zimmerbrand im Emmenried. Ursache war eine vergessene Kerze. Ende Juli mehrere Einsätze durch umgestürzte Bäume und Wasser in Kellern.

Ein Einweisung in Strahlenschutz steht dieses Jahr auf dem Programm. Der Einsatz von Sensoren mit Strahlenquellen in 2 ortsansässigen Firmen macht dies notwendig.

Aus der Generalversammlung am 03.03.2006. Auf Anregung von Konrad Müller ist bei der Generalversammlung beschlossen worden, das Amt Vorstand und Kommandant zu trennen. Der langjährige Kommandant und Vorstand Toni Grotz stellte sich altersbedingt nicht mehr zur Wahl.

Die Neuwahl erbrachte folgendes Ergebnis:

Kommandant

Konrad Müller

Stellv. Kommandant

Thomas Zeller

1. Vorsitzender

Guido Zeller

2. Vorsitzender

Stefan Hof

Schriftführer

Christian Oberhaus

Kassenwart

Michael Waldner

Kassenprüfer

Josef Zeller
Alexander Weixler

Beisitzer (Aktive)

Matthäus Anich

Beisitzer (Passive)

Gebhard Tschugg

 

Auf der Versammlung bedankte sich Bürgermeister Guggenmos beim scheidenden Kommandanten für seine gute Zusammenarbeit. Er bescheinigte Grotz sinnvolle finanzielle Forderungen an die Gemeinde.

Unser Ehrenkommandant Georg Mayr und früherer Kreisbrandinspekteur feierte am 20.1.2007 seinen 80. Geburtstag.

Am 1.4.2006 wurde im Rahmen eines Kameradschaftsabends der langjährige Kommandant Anton Grotz zum Ehrenkommandant ernannt. Unter seiner Führung wurden die Fahrzeuge TLF und Mehrzweckfahrzeug beschafft sowie das Feuerwehrhaus neu erbaut. Grotz hat die Truppmannausbildung bei der FF Wiggensbach eingeführt. Unter seiner Leitung wurde die erste Jugendgruppe aufgestellt. Bei diesem Abend wurden die Aktiven Michael Dorn und Fritz Kiechle vom aktiven Dienst verabschiedet.

Einsätze:

  • 3 Brandeinsätze
  • 16 technische Hilfeleistungen
  • 3 Fehlalarme
  • 23 Übungen nach Plan
  • 1 Alarmübung
  • 10 überörtliche Funkübungen

Besondere Einsätze:

  • Dreimal ausgerückt wegen umgestürzter Bäume
  • Schneelastkontrolle bei einem Dach

Ausbildung:

  • Fahrsicherheitstraining in Füssen 5 Teilnehmer
  • 1 Mann Atemschutzlehrgang
  • 1 Mann Lehrgang Leiter Atemschutz
  • 1 Mann Lehrgang Gruppenführer
  • 1 Mann Schiedsrichterlehrgang

Die Jugendgruppe hat 6 Mitglieder darunter erstmals ein Mädchen.

Beim Jugendleistungswettbewerb in Probstried erreichte die Jugendgruppe mit vier Teilnehmern den 14. Platz.


2007:

Aus der Generalversammlung am 24.2.2007:

Derzeit hat die Wehr keine Nachwuchsprobleme. Die Einsatzbereitschaft während der Wochentage ist allerdings schwierig zu erhalten. Kommandant Müller appelliert an die Mitglieder ihre Funkruf immer mitzunehmen um unmittelbar erreichbar zu sein.

Bürgermeister Guggenmos attestiert der Wehr und ihrer neuen Führung eine gute Zusammenarbeit mit ihm und der Gemeinde.

In diesem Jahr verstarben die Mitglieder:

  • 08.05.2007 Georg Handermann Ehrenmitglied
  • 03.11.2007 Benedikt Einsiedler
  • 03.11.2007 Franz Herb langjähriger Fähnrich
  • 10.12.2007 Josef Eberle

Einsätze:

  • 2 Brandeinsätze
  • 16 technische Hilfeleistungen
  • 4 Fehlalarme
  • 3 Sicherheitswachen
  • 28 Übungen nach Plan
  • 11 Funkübungen

Ausbildung(Folgende Leistungsprüfungen wurden abgeleistet):

  • Bronze: 3 Mann
  • Gold:  8 Mann
  • Gold blau: 6 Mann
  • Gold grün: 1 Mann
  • Gold rot: 5 Mann

Die Jugendgruppe besteht zur Zeit  aus 3 Mitglieder. Mit Erreichen der Volljährigkeit wechselten drei Mitglieder in den aktiven Dienst.
 

2008:

Aus der Generalversammlung am 08.02.2008:

Ehrungen:

Für 40 Jahre aktiven Dienst wurden geehrt:

  • Walter Dorn
  • Pankraz Anwander
  • Xaver Kiechle (scheidet auf Grund des Erreichen der Altersgrenze aus)

Für 30 Jahre im aktiven Dienst wurden geehrt:

  • Heiligensetzer Ludwig
  • Gromer Norbert
  • Jäger Xaver

Am 7./8.6 2008  ging der Ausflug zur unserer Partnerwehr Martinsthal im Rheingau.

Der gute Geist im Feuerwehrhaus, Walter Dorn, feierte am 18.7.2008 seinen sechzigsten Geburtstag. Walter Dorn betreut das Feuerwehrhaus in vorbildlicher Weise seit dem Erbau.

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Am 3.-4.10.2008 erfolgte ein Besuch einer Abordnung aus Martinstal.

Der ehemalige Kreisbrandinspektor und Ehrenkommandant  Georg Mayr feierte am 20.10.2008 mit seiner Frau Erika die goldene Hochzeit. Die Feuerwehr stand hierzu beim Kirchauszug Spalier (Bild)

GoldeneHochzeit_Ehrenkommandant_08

Einsätze:

  • 2 Brandeinsätze
  • 16 technische Hilfeleistungen
  • 4 Fehlalarme

Insgesamt wurden 240 Einsatzstunden geleistet

Übungen:

  • 33 Übungen nach Plan
  • 1 davon mit FF Hohenrad,
  • 1 davon mit FF Ermengerst
  • 11 Überörtliche Funkübungen

Insgesamt wurden 900 Übungsstunden absolviert.

Besonderheiten:

In diesem Jahr war eine Vermissten-Suche erforderlich. Hierbei wurde eine Wärmebildkamera eingesetzt.

Lehrgänge:

  • Zeller Thomas (Leiter einer Feuerwehr)
  • Oliver Schöll (Fachteil Ausbildung für Sprechfunker )
  • Oliver Schöll und Gromer Alex Lehrgang Truppführer.

Jugendgruppe: Im Herbst kamen wieder 4 Jugendliche in die Wiggensbacher Wehr.Ein Jugendlicher wechselte durch das Erreichen der Altersgrenze in den aktiven Dienst.
 

2009:

Bei der Generalversammlung am 27.2.2009 wurden folgende aktive Mitglieder geehrt.

Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr:

  • Xaver Röck

Für 30 Jahre im aktiven Dienst:

  • Hartl Notz

Aus dem aktiven Dienst sind Mitglieder mit einem Geschenk verabschiedet worden:

  • Pankraz Anwander
  • Xaver Röck
  • Xaver Kiechle

Am 24.4.2009 verstarb der Ehrenkommandant Anton Grotz durch einen tragischenUnfall mit einem Kleinbagger. Vierundzwanzig Jahre führte Anton Grotz die Feuerwehr Wiggensbach. In seiner Amtszeit wurde das Tanklöschfahrzeug 16/24 sowie das Mehrzweckfahrzeug beschafft. Unter seiner Regie und mit sehr viel persönlichem Engagement ist das neue Feuerwehrhaus erbaut und 1999 eingeweiht worden. Toni Grotz hat die Truppmannausbildung nach der Verwaltungsvorschrift bei der FF Wiggensbach eingeführt.

Zur Sicherung der Mitgliederstärke ist in seiner Amtszeit eine Jugendgruppe gegründet worden. Durch seine Persönlichkeit hat er vor allem auch einen kameradschaftlichen Zusammenhalt der Feuerwehr erreicht. Bei den Nachbarwehren und der Kreisbrandinspektion genoss Toni Grotz durch seine fachliche Kompetenz und seine Art hohe Wertschätzung

Bei der Trauerfeier nahmen neben der Wiggensbacher Feuerwehr Abordnungen mit Fahne der Partnerfeuerwehren Pflach und Martinsthal, sowie die Feuerwehr der Partnergemeinde Hattstatt teil

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Einsätze:

  • 3 Brandeinsätze
  • 15 technische Hilfeleistungen
  • 2 Fehlalarme
  • 11 Sicherheitswachen
  • 14 Sonstige Einsätze
  • 36 Übungen nach Plan
  • 11 Funkübungen

Besonders betroffen machte die Feuerwehrkameraden die Bergung des ehemaligen Kommandanten Grotz.

Besonderheiten:

In diesem Jahr musste ein Pferd aus deiner Güllegrube gerettet werden. Die Rettung gestaltete sich sehr schwierig. Erst nach dem Herstellen eines größerne Zugangs konnte das Tier unbeschadet geborgen werden.

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Ausbildung:

Für Maschinisten fand ein Fahrsicherheitstraining in Oberstdorf statt.

Lehrgang für Atemschutzgeräteträger im Brandschutzcontainer in Neu-Ulm. 4 Mann

Die Jugendgruppe besteht aus 5 Mitgliedern.Ein Mitglied wechselte auf Grund der Altersgrenze in den aktiven Dienst. Teilnahme am Jugend-leistungswettbewerb mit einer Gruppe in Oberstdorf.

Eine Haustafel aus dem Gebäude Sonnenstraße, ehemals Anwesen Maler Beck, wurde von einem Historiker in Kempten begutachtet. Nach deren Meinung handelt es sich um eine so genannte Haustafel die die Funktion des Hauseigentümers im Falle eines Brandes innerhalb der Gemeinde festlegt. Dies ist kein sicherer Nachweis der Gründung einer Feuerwehr.


2010:

Um zukünftig zusätzlich die Finanzierung der Jugendarbeit zu verbessern wurde eine Photovoltaikanlage auf dem Gerätehausdach installiert.

Im Einvernehmen mit der Gemeinde wurde ein Gestattungsvertrag abgeschlossen.

Zusätzlich wurde deshalb zur Gründung eines eingetragenen Verein eine außerordentliche Mitgliederversammlung mit dem Erlass einer Vereinssatzung und Wahl des Vorstandes abgehalten. Nun ist die Feuerwehr Wiggensbach seit 18.5.2010 ein eingetragener Verein. Zum ersten Vorsitzende wurde Guido Zeller und zum zweiten Vorsitzenden Stefan Hof gewählt. Am Samstag, 12.6.2010 wurde zum ersten Mal eine DJ-Party durchgeführt. Für die technische Ausstattung war Sven Läufle verantwortlich. Hierbei sollten vor allem Kontakte mit der Jugend hergestellt werden.

Am Sonntag, 13.6.2010 hielt die Wehr einen Feuerwehraktionstag zur Demonstration Ihrer Leistungsfähigkeit ab. Hierbei hat sich die Feuerwehr bei der Bevölkerung  vorgestellt. Die  Bewirtung der Besucher  übernahmen die Feuerwehrkameraden.

Vollstrahlparty-2010_15

Einsätze:

  • 9 Brandeinsätze
  • 10 Technische Hilfeleistungen
  • 16 sonstige Hilfeleistungen
  • 2 Fehlalarme  waren zu verzeichnen

Insgesamt 325 Einsatzstunden wurden geleistet.

Übungen:

  • 33 Übungen nach Plan
  • 11 Funkübungen

Insgesamt 750 Übungsstunden wurden absolviert.

Besonderheit: In diesem Jahr war die Rettung einer Katze vom Baum sowie eine Schwanenrettung im Amselweg erforderlich.

Die Jugendgruppe besteht zur Zeit aus 12 Jugendlichen. 5 Jugendlichen traten nach Ihrer Truppmannausbildung  und mit Vollendung des 18. Geburtstages in den aktiven Dienst über.


2011:

Bürgermeister Guggenmos wurde am 15.01.2011 verabschiedet

Der neugewählte Bürgermeister Eigstler sichert bei der Jahresversammlung der Feuerwehr seine Unterstützung zu und betonte dass er die Belange der Feuerwehr auf Grund seiner eigenen Mitgliedschaft in der Feuerwehr Wildpoldsried sehr gut einschätzen könne.

Die Feuerwehrfahne ist in einem reparaturbedürftigen Zustand  und  soll  nach finanzieller Möglichkeit restauriert bzw. neu angeschafft werden.

Viel Arbeit des Kommandanten und Vorstand  beanspruchte die Planung der Ersatzbeschaffung des LF. Vor allem der Spezifizierung der technischen Ausrüstung und  Einholung der Angebote

Am 04.-.06 Juni besuchten 26 aktive Feuerwehmänner die Freiwillige Feuerwehr Martinsthal anlässlich ihrer 150-Jahrfeier.

Am 19.11. besichtigte die Feuerwehr das Wasserkraftwerk vom AÜW in der Keselstraße anschließend fand ein “Bratenfest” im Feuerwehrhaus statt.
 

Weiterbildung:

  • Leitungsprüfung 3. Gruppe Bronze: 8 Mann
  • Leitungsprüfung Gold Rot: 3 Mann
  • Leitungsprüfung Gold Grün: 8 Mann
  • Leitungsprüfung Gold Blau: 2 Mann
  • Leitungsprüfung Gold: Mayr Florian

Die Truppmannprüfung in Wiggensbach absolvierten 10 Mann.

Einsätze:

  • Im Jahr 2011 musste die Feuerwehr zu keinem Brandeinsatz ausrücken.
  • 7 technische Hilfeleistungen
  • 16 sonstige Hilfeleistungen
  • 2 Fehlalarme
  • insgesamt 325 Einsatzstunden
  • 11 Sicherheitswachen
  • 14 Sonstige Einsätze
  • 36 Übungen nach Plan
  • 11 Funkübungen

Insgesamt 750 Übungsstunden wurden geleistet.

Die Jugendgruppe besteht zur Zeit aus 9 Mitglieder.
4 Jugendmitglieder wurden in die 3. Gruppe aufgenommen.

Im Juli 2010 ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses in Betrieb
gegangen. Das Jahr 2011 war ein ausgesprochen gutes Photovoltaikjahr. Die angenommenen Jahresnutzungsstunden von 950h pro kW-Peak installierte Leistung sind deutlich übertroffen worden. Die Anlage war 1175 Volllaststunden in Betrieb. Der Ausschuss hat beschlossen mit der dadurch zusätzlich eingenommenen Vergütung das Darlehen der Gemeinde zu bedienen.


2012:

Aus der Generalversammlung.

Langjährige Mitglieder:

70 Jahre: Ehrenkommandant Georg Mayr (1942)
70 Jahre: Greiter Pankraz, Hubers (1941)
60 Jahre: Klein Paul, Bachtels (1951)
50 Jahre: Günter Fritsch, Wolfgang Fritsch, Albert Müller, Josef Klemm (1962)

Bürgermeister Eigstler gibt bekannt dass das Ersatzfahrzeug noch nicht bestellt werden konnte.

Gründe: Der favorisierte Hersteller Brändle in der Schweiz ist auf Grund der Währungsschwankungen ein Hemmnis.

Auch ist die technische Ausrüstung im Detail noch nicht abgestimmt. Es werden hierzu noch Angebote eingeholt.

Die Gemeinde hat als Dienstherr der Feuerwehr eine Satzung erlassen.
 

Die Neuwahlen führten zu folgendem Ergebniss:

Kommandant

Konrad Müller

Stellv. Kommandant

Thomas Zeller

1. Vorsitzender

Guido Zeller

2. Vorsitzender

Stefan Hof

Schriftführer

Christian Oberhaus

Kassenwart

Michael Waldner

Kassenprüfer

Josef Zeller
Alexander Weixler

Beisitzer (Aktive)

Matthäus Anich

Beisitzer (Passive)

Gebhard Tschugg


Unser ältestes Mitglied Max Lederle, trat 1938 der Feuerwehr ein und wird am 19.08.2012 hundert Jahre!

Viel Arbeit des Kommandanten und Vorstand beanspruchte die Bestellung der Ersatzbeschaffung des LF8. Vor allem zur Spezifizierung der technischen Ausrüstung waren mehrere Termine des Fahrzeugausschusses erforderlich. Am 12.5. 2013 fand ein eigener Termin beim Lieferanten Fa. Brändle zur Fahrzeugaufbaufestlegung statt. Teilnehmer neben Kommandant Müller waren Zeller Thomas, Heel Pankraz, Ruppaner Ludwig und Walser Bernhard.. Am 2.4.2013 erfolgte der Gemeinderatsbeschluss für die Bestellung des Fahrzeuges.

In diesem Jahr wurde ein Ferienprogramm für Kinder von Kommandant Müller und Norbert Röck durchgeführt.
 

Einsätze:

  • Brandeinsätze
  • 8 technische Hilfeleistungen
  • 4 Fehlalarme
  • insgesamt 458 Einsatzstunde
  • 36 Übungen nach Plan
  • 1 Alarmübung
  • 10 überörtliche Funkübungen
  • insgesmt 1150 Übungsstunden

Durch die installierten Brandmeldeanlagen kommt es öfter zu Kurzeinsätzen. Diese  werden verursacht durch kleine Brände die durch das Personal bereits Vorort gelöscht  wurden, aber auch durch fehlende Deaktivierung der Brandmeldeschleifen bei entsprechenden Wartungsarbeiten.

Besondere Einsätze:

  • Zu einem Einsatz bei einem Verkehrsunfall mit einem Toten und einem Schwerverletzten wurde die Feuerwehr gerufen. Hierzu wurden die Feuerwehr Kempten und Buchenberg angefordert, nach dem in Wiggensbach nicht die erforderlichen Rettungsgeräte vorhanden sind. Hier zeigte sich eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren.
  • Durch einen Blitzschlag wurde eine große Esche komplett zerstört. Entsprechend mussten Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.
  • Die Rettung von 4 lebenden und einer toten Kuh war bei einem Einsatz erforderlich. Hier zeigte sich dass sich auch nicht geübte Einsätze durch gute Zusammenarbeit optimal abwickeln lassen.

Ausbildung:

  • 1 Mann Lehrgang  Atemschutz
  • 1 Mann Lehrgang Maschinisten
  • Zeller Thomas Aufbaulehrgang für Führungsdienstgrade

Jugendgruppe:

  • 1 Jugendlicher wechselte in den aktiven Dienst.
  • Ein Erste Hilfe Kurs wurde mit Paul Molnar durchgeführt.
  • Am 20.4.2012 nahmen 7 Jugendliche bei der Jugendleistungsprüfung in Immenstadt teil
  • Ablegen der bay. Jugendleistungsprüfung in Immenstadt mit 7 Jugendlichen
  • Teilnahme am schwäbischen Jugendleistungswettbewerb in Augsburg (4 Jugendliche)
  • Teilnahme am Oberallgäuer Jugendleistungswettbewerb in Weitnau mit 8 Jugendlichen
     

2013:

Aus der Generalversammlung.

Ehrung langjähriger Mitglieder (10 Jahre):

  • Greiter Patrick
  • Guggenmos Thomas
  • Heel Markus
  • Läufle Marco
  • Mayr Florian
  • Metzen Harald
  • Walz Anton

Josef Zeller wurde wegen Erreichen der Altersgrenze  aus dem aktiven Dienst verabschiedet.



Die Marktgemeinde würdigt immer wieder die unermüdliche Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr und gibt ihr die notwendigen technischen Geräte an die Hand. Die Wünsche der Feuerwehr stoßen bei der Gemeinde immer auf Verständnis, da maßvoll und nur wirklich notwendige Geräte von der Feuer-wehr beantragt werden.

Fehlen wird es auch in Zukunft nicht am traditionellen Idealismus der Feuer-wehrleute, die Tag und Nacht für ihre Mitmenschen in Bereitschaft stehen.
 

Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr seit der Gründung:

    1868 – 1883: unbekannt
    1883 – 1890: Max Müller
    1890 – 1920: Xaver Jäger
    1920 – 1950: Leopold Hörmann
    1950 – 1960: Ludwig Mayer
    1960 – 1967: Franz Engstler
    1967 – 1982: Georg Mayr
    1982 – 2006: Anton Grotz
    2006 – heute: Konrad Müller

 

In einem alten Protokoll steht folgenden Aufforderung zum selbstlosen Dienst am Nächsten:


„Stell dich in Reih und Glied, das Ganze verstärken.

Mag auch, wer´s Ganze sieht, dich darin nicht bemerken.

Das Ganze wirk´, und du bist drin mit deinen Werken.“


Wir gedenken aller unserer

toten, gefallenen und vermissten

 Kameraden und Mitglieder.

 

Es ist uns eine Pflicht

 das von ihnen begonnene Werk

in ihrem Sinne fortzusetzen.

 

Freiwillige Feuerwehr Wiggensbach am 04.01.2014